Trichterbrust – OP oder ambulante Behandlung?

Wer von Trichterbrust betroffen ist sollte sich ambulanter Behandlung unterziehen oder einen OP aufsuchen

Eine Trichterbrust ist eine krankhafte Veränderung der Knorpelverbindungen im Brustkorb und kommt, entgegen der Erwartungen derer, die diese Bezeichnung zum ersten Mal hören, meist bei männlichen Patienten vor. Durch die Verformung der Knorpelverbindungen zwischen den Rippen und dem Brustbein, sinkt der Brustkorb vorne ein und wirkt daher wie ein Trichter. Für eine Operation der Trichterbrust kann eine Indikation aufgrund der psychischen und körperlichen Beeinträchtigung der Patienten erfolgen, doch ob die Kosten für die Trichterbrust OP von der Krankenversicherung übernommen werden, hängt davon ab, ob es sich um einen kosmetisch bedingten Eingriff handelt oder ob dieser als medizinisch notwendig erachtet wird.

Behandlungsmöglichkeiten der Trichterbrust ohne OP

Je nach Ausprägung der Tricherbrust können eine Operation oder andere Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen. Mit Macrolane TM kann der Trichter im Brustkorb ambulant ohne Skalpell aufgepolstert werden. Dabei wird ein Hyaluronsäuregel injiziert, sodass für diese Methode, die ambulant durchgeführt werden kann, eine Lokalanästhesie ausreichend ist. Die Saugglocke ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit gegen eine Trichterbrust, für die kein chirurgischer Eingriff notwendig ist.

Möglichkeiten der Operation der Trichterbrust

Einer der operativen Eingriffe gegen eine Trichterbrust ist das Implantieren eines Silikonkissens, das exakt auf den Trichter im Brustkorb des Patienten oder in Ausnahmefällen auch der Patientin abgestimmt wurde. Dabei handelt es sich jedoch um eine Operation der Trichterbrust, die unter Vollnarkose erfolgt.

Kosmetische Indikation der Trichterbrust:

Sofern die Verformung im Brustkorb ähnlich einem Trichter keine Gesundheitsstörung zur Folge hat sondern lediglich eine psychisch-kosmetische Beeinträchtigung bedeutet, handelt es sich um eine rein kosmetische Indikation. In diesem Fall erkennen die deutschen Krankenversicherungen die Indikation nicht an, sodass die Übernahme der Kosten für die Behandlung gegen die Trichterbrust eventuell abgelehnt wird. Ausnahmen sind dabei extreme Verformungen und Deformierungen, die eine gravierende Entstellung bedeuten.

Medizinische Indikation der Trichter ähnlichen Verformung am Brustkorb:

Eine sehr ausgeprägte Trichterbrust kann durchaus körperliche Beschwerden verursachen, unter anderem kann es zu einer Fehlbelastung der Wirbelsäule kommen, die erhebliche und stetige Rückenschmerzen zur Folge hat. Des Weiteren kann es, hauptsächlich an Herz und Lungen, zu nachweislichen Funktionsstörungen kommen, die durch Internisten, Sportmediziner, Kardiologen oder einen Lungenfacharzt belegt werden können. Im Falle einer medizinisch notwendigen Indikation der Trichterbrust ist eine OP in der Regel erforderlich und die Chancen stehen gut, dass die Krankenversicherungen die Kosten aufgrund der medizinischen Notwendigkeit übernehmen.

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