Schönheits-OPs: wirklich notwendig?

Schönheits-OPs: wirklich notwendig?

Die Finanzierung von Schönheitsoperationen wirft die Frage auf, ob eine zwingende Notwendigkeit bestehtEs gibt viele Menschen, die sich in ihrem Körper nicht wohlfühlen und sich deshalb unters Messer legen. Da ein solcher Eingriff kostspielig ist, ist ein Kredit oft der einzige Ausweg, um doch noch den Wohlfühlkörper zu erlangen. Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen eine solche Operation nicht, da Schönheitsoperationen von Ihnen als kosmetischer Eingriff ohne medizinische Notwendigkeit definiert wird. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen und so besteht in manchen Fällen dennoch eine medizinische Notwendigkeit.

Eingriffe bei Missbildungen

Brustvergrößerungen werden beispielsweise übernommen, wenn die Brüste von Geburt an missgebildet oder deutlich unterschiedlich groß sind. Ein Nasenkorrektur wird bei Atembeschwerden durch Schiefstand der Nasenscheidewand oder durch deren Fehlstellung, verursacht durch einen Unfall oder Tumor, vorgenommen. Diese und andere Dinge werden durchaus als medizinisch notwendig erachtet. Die Feststellung der Notwendigkeit, kann aber nicht durch den plastischen Chirurgen oder durch den Hausarzt übernommen werden, sondern wird durch ein Gutachten vom medizinischen Dienst der Krankenkasse bestimmt. Sollte der Eingriff abgelehnt werden, kann der Patient Einspruch einlegen und ein weiteres Gutachten anfordern. Sollte auch dies wieder negativ ausfallen, bleibt dem Patienten dann nur noch der Rechtsweg oder die eigene Übernahme der Kosten.

Finanzierung auf eigene Kosten stemmen

Um die Finanzierung aus eigener Tasche zu stemmen, bieten einige Chirurgen die Ratenzahlung der Behandlungskosten an. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man auch einen gängigen Privatkredit bei seiner Hausbank oder über einen Online-Anbieter abschließen. Die Voraussetzungen sind hier dieselben wie bei jedem anderen Kredit auch. Die Höhe der Kreditzinsen bestimmt sich dabei nach der Bonität des Kunden, nach der derzeitigen Höhe der Zinsen sowie nach der Länge der Laufzeit. Die Kreditlaufzeit beläuft sich meist zwischen 1 Jahr bis in der Regel 7 Jahre. Hier gibt es aber auch Anbieter, bei denen man bis zu 20 Jahre finanzieren kann. Der Kreditnehmer sollte sich aber darüber bewusst sein, dass er bei einer längeren Laufzeit immer drauf zahlt. Zwar sind die monatlichen Raten geringer, kumuliert auf die Gesamtzeit hat man aber mehr Zinsen zu zahlen.

Notwendigkeit hinterfragen

Noch wichtiger als der finanzielle Aspekt bei einer Schönheitsoperation, ist das Thema der Notwendigkeit. Natürlich kann niemand, der außerhalb der Situation steht, darüber urteilen, dennoch sollte sich der Patient darüber im Klaren sein, dass es sich dabei immer um einen riskanten Eingriff handelt, der im schlimmsten Fall eine Gefahr des eigenen Lebens darstellt und im geringsten Übel ein Misslingen der Operation. Ein ausreichende Beratung und das Abwägen aller Risiken ist dabei unabdingbar.

Bildmaterial erstellt durch ‘dpaint’ (Fotolia Portal)

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